Google Ads API v25.2 und Developer Assistant v4.0: Was sich für Entwickler ändert
Google hat am 23. September 2026 Version 25.2 der Google Ads API veröffentlicht – ein reguläres Punkt-Update mit mehr Kontrolle in Performance Max und einem neuen Vergleichsmassstab über Perzentil-Benchmarks. Parallel dazu lohnt sich für alle, die selbst gegen die API entwickeln, ein Blick auf den Developer Assistant v4.0.0: Er validiert GAQL-Abfragen jetzt lokal, bevor überhaupt ein Request rausgeht.
Was v25.2 ändert
Die Version ist als Drop-in-Upgrade für v25 gedacht: Wer die Client-Bibliotheken von v25 bereits nutzt, muss nur aktualisieren, um die neuen Funktionen zu bekommen.
Perzentil-Benchmarks: BenchmarksService.GenerateBenchmarksMetrics liefert jetzt PercentileMetrics und BenchmarksCustomerPercentileTier – die eigene Performance im Vergleich zu allen Werbetreibenden als Perzentil-Rang, nicht nur als absolute Zahl. Abgerufen wird das über PERCENTILE_DATA in supplemental_data, mit benchmarks_source auf ALL_ADVERTISERS und einem passenden category_filter.
PMax-Drafts aus Smart Campaigns: SmartCampaignSettingService.GeneratePMaxDraftCampaign erstellt programmatisch einen Performance-Max-Entwurf aus einer bestehenden Smart Campaign – ein Migrationspfad, den es bisher nur manuell im UI gab.
URL-Optionen auf Asset-Group-Ebene: Tracking-Templates, benutzerdefinierte URL-Parameter und Final-URL-Suffixe lassen sich jetzt direkt pro Asset-Gruppe in Performance Max konfigurieren, nicht mehr nur auf Kampagnenebene. Für granulares Tracking in PMax war das bisher eine Lücke.
Daneben: ContentCreatorInsightsService.GenerateCreatorInsights akzeptiert jetzt auch YouTube-Channel-Handles statt nur Channel-IDs, neue Dimensionssegmente für Reise-/Hotel-Vertical-Ads (advance_booking_window, length_of_booking, start_date, start_day_of_week, user_set_dates), und zwei neue Empfehlungstypen, die warnen, wenn Ziel-CPA oder Ziel-ROAS für Suchkampagnen zu restriktiv gesetzt sind, um überhaupt an Auktionen teilzunehmen. Details zu allen Feldern stehen in den offiziellen Release Notes; wie genau sich die Perzentile zusammensetzen – etwa welche Mindestzahl an Konkurrenten aus Datenschutzgründen für eine Kategorie nötig ist – geht daraus nicht hervor.
Developer Assistant v4.0.0: jetzt als Plugin für Claude Code und Antigravity
Relevanter als die meisten Feldänderungen in v25.2 selbst: Google hat im August 2026 Version 4.0.0 des Google Ads API Developer Assistant veröffentlicht. Der Assistant wechselt von einem eigenständigen Projekt zu einer Plugin-Architektur mit nativer Unterstützung für Antigravity und für das Claude-Code-CLI, inklusive eigener Slash-Commands wie /validate-gaql, /inspect-object, /troubleshoot-conversions und /get-cids.
Der praktische Unterschied zu einem generischen LLM: Der Assistant validiert GAQL-Abfragen lokal gegen das tatsächliche Protobuf-Schema der jeweiligen API-Version, bevor überhaupt ein Request rausgeht – Syntax, Feldkompatibilität, Datumssegmentierung, Regeln für Null-Impressionen. Das spart API-Calls und macht Debugging bei Themen wie fehlgeschlagenen Offline-Conversion-Uploads direkt nachvollziehbar, statt auf Basis von möglicherweise veraltetem Trainingswissen zu raten. Wenn du oder dein Team eigene Google-Ads-Integrationen pflegst, ist ein Test in einer Sandbox-Umgebung der naheliegende nächste Schritt, bevor du es in produktivem Code einsetzt.
Nebenbei: die v22-Frist läuft weiter
Am 7. Oktober 2026 wird API-Version 22 endgültig abgeschaltet – wer dort noch andockt, hat ab dann keinen Zugriff mehr. Migrationscheckliste und Details dazu stehen bereits im Artikel zum Umbau der Google-Ads-API 2026; an dieser Stelle nur der Hinweis, dass die Frist parallel zu v25.2 tickt, falls eine Migration ohnehin ansteht.
Fazit
Für die meisten Werbetreibenden ist v25.2 unauffällig: mehr Kontrolle in PMax, ein neuer Vergleichsmassstab über die Perzentil-Benchmarks, sonst Detailarbeit. Wer selbst API-Code schreibt oder pflegt, sollte sich den Developer Assistant v4.0.0 ansehen: Lokale Schema-Validierung vor dem Request ist genau die Art von Absicherung, die bei einer API mit diesem Versionstempo Zeit spart – und mit der v22-Frist in zwei Wochen ist ohnehin bei einigen ein Blick in die eigene Codebasis fällig.