AdWords: Wie viel Keywords brauche ich?

Jeder halbwegs erfahrene Campaign Manager hat sich schon mal die Frage gestellt, wie viele Keywords im AdWords Account zielführend sind. Jedes Konto sollte man sich individuell anschauen. Andererseits helfen dir generelle Aussagen beim sinnvollen Aufsetzen und Optimieren deines Accounts.

Aber warum müssen wir uns überhaupt Gedanken darüber machen? Ist es nicht am besten, wenn wir unseren AdWords Account mit so vielen Keywords wie möglich vollknallen? Am besten 3 Kampagnen mit 9 Anzeigengruppen und 20’000 Keywords? (Ja, man glaubt es kaum, aber solche Konten gibt es tatsächlich.) Lieber Leser, ich kann nur mit einem entschiedenen Nein antworten. Aber warum? Was ist der Vorteil eines schlanken Account mit wenigen Keywords?

  1. Man behält viel leichter den Überblick über den Account und kann diesen leichter steuern.
  2. Ladezeiten des Accounts sind westlich geringer. Bei sehr grossen MCCs oder Accounts kann es viel Sekunden dauern, bis sich Daten-Ansichten laden. Das verlangsamt die Arbeit oft extrem und kann frustrierend wirken.
  3. Durch kürzere Download-Zeiten kann man viel einfacher mit dem AdWords Editor arbeiten.
  4. Externen Bid Managent Tools wird die Arbeit erleichtert.

Wie viele Keywords braucht es also? Auf Account-Ebene lautet eine sinnvolle Antwort: So wenige wie möglich, so viele wie nötig. Die Grundsatzentscheidung über die Match Types kann schon richtungsweisend sein. Somit muss ich mich fragen: Welche Match Types benötige ich? Broad können wir nur in Ausnahmefällen gebrauchen. Zudem kann Phrase vernachlässigt werden, da Pharse neben Broad Modified nur einen sehr geringen Mehrwert aufweist. Der wichtigste Macht Type für preformance-orientierte Keywords ist Exact. Somit können wir uns in der Regel auf Broad Modified und Exact beschränken. Ohne Phrase ist dann die Anzahl der Keywords schon um ein Drittel reduziert.

Als zweites stellt sich die Frage nach der Kampagnenstruktur. Üblicherweise nutzen wir die Aufteilung nach Brand, Product und Generic. Damit decken wir den gesamten für uns relevanten Suchbereich ab. Damit sind die Keyword-Kategorien vorgegeben, die befüllt werden wollen. Die wichtigsten Suchbegriffe im Brand- und Product-Bereich sollten als Exact eingebucht werden. Um geeignete Longtail-Suchbegriffe zu finden, benutzen wir Broad Modified Keywords.

Als drittes stellt sich die Frage nach der Anzahl der Keywords pro Anzeigengruppe. Die Aufteilung nach Anzeigengruppe hat den Vorteil, dass relevanten Kombinationen aus Ads und Keywords geschaltet werden. Google empfiehlt 5-20 Keywords, was durchaus sinnvoll erscheint, auch wenn man diesen Richtwert nicht immer einhalten kann.

Wenn es dann zu viele Keywords sind, kann man mehrere Konten in einem MCC auflegen. Denkbar ist zum Beispiel ein Konto für (viele) Produkte und ein Konto für Brand und Generic. Dein MCC Conversion Tracking sichert die saubere Nachverfolgung der Sales.

Abschliessend könnte man auch Keywords mit niedrigem Suchvolumen aus dem Account löschen. Erfahrungsgemäss kann man so die Anzahl der Keywords um mehr als die Hälfte senken.

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